SLV M-V GmbH sichert IMG-Assets und Liegenschaft – Neustart für Industriearbeitsplätze in Rostock

Die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern GmbH (SLV M-V) erwirbt im Rahmen eines Assetdeals zum 01.01.2026 gemeinsam mit ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft, der Laser Welding Innovations GmbH (LWI), sämtliche Geschäftsbereiche, Vermögenswerte sowie die Liegenschaft der ehemaligen IMG Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH in Rostock. Damit setzt die SLV M-V ein klares Signal für den Erhalt und den Ausbau industrieller Wertschöpfung in der Region.

Im Zuge des Assetdeals werden die Geschäftsbereiche der IMG in den Feldern Service, Wartung, Reparatur, Retrofit sowie Neubau von Paneellinien, Laser-Paneellinien und Schiffstransportsystemen übernommen – einschließlich sämtlicher zugehöriger Rechte, geistiger Eigentumswerte (IP), Assets und technischer Anlagen.

Klares Bekenntnis zur Region und zu qualifizierten Industriearbeitsplätzen

Mit dem Erwerb des rund 40.000 m² großen Grundstücks und der insgesamt 11.000 m² umfassenden Hallen- und Büroflächen sichert die SLV M-V zentrale industrielle Kapazitäten in Rostock. Gleichzeitig schafft dieser Schritt die Grundlage für den Aufbau neuer industrieller Wertschöpfung am Standort, in der Forschung, Entwicklung, Fertigung und Sondermaschinenbau eng verzahnt werden.

„Mit dieser Transaktion stellen wir sicher, dass industrielles Know-how und hochqualifizierte Arbeitsplätze in Rostock erhalten bleiben und neue Perspektiven entstehen“, erklärt Dr. Rigo Peters, Geschäftsführer der SLV M-V und der LWI. „Die IMG hat über Jahrzehnte technologische Exzellenz aufgebaut. Diese Substanz führen wir mit SLV und LWI in eine moderne, wirtschaftlich stabile und langfristig ausgerichtete Struktur über.“

Insolvenzverwalter begrüßt regional verankerte Lösung

Der Insolvenzverwalter der IMG, Rechtsanwalt Rosenkranz (BRRS Rechtsanwälte, Hamburg), betont die Bedeutung eines fachlich starken Käufers aus Mecklenburg-Vorpommern:

„Die SLV M-V hat bereits in den vergangenen Monaten durch umfangreiche Anmietung von Fertigungshallen höchste Verlässlichkeit und professionelle Vorbereitung gezeigt. Die Kombination aus technologischer Kompetenz, wirtschaftlicher Stabilität und regionaler Verwurzelung macht sie zu einem idealen Partner für die Fortführung wesentlicher industrieller Aktivitäten am Standort.“

Damit bleibt das über Jahrzehnte aufgebaute technologische Know-how am Standort Rostock erhalten und wird gezielt weiterentwickelt. Bestehende Kunden profitieren von nahtlos fortgeführten Service- und Projektstrukturen, während neue Vorhaben künftig in enger Verzahnung von Forschung, Entwicklung und industrieller Umsetzung realisiert werden können. Die Kombination aus IMG-Erfahrung, SLV-Forschungskompetenz und LWI-Fertigungstiefe schafft eine leistungsfähige Plattform für moderne maritime Produktionssysteme und industrielle Sonderlösungen.

SLV M-V und LWI: Regionale Stärke, internationale Reputation

Die SLV M-V GmbH zählt als Teil der weltweit agierenden DVS-Gruppe seit über 30 Jahren zu den führenden Forschungs-, Ausbildungs- und Prüfinstitutionen Deutschlands im Bereich der Schweißtechnik. Mit aktuell 55 Mitarbeitern, jährlich über 2.000 Ausbildungsteilnehmern, über 100 abgeschlossenen Forschungsprojekten und einem akkreditierten Prüflabor ist sie einer der wichtigsten industriellen Innovationsmotoren im Norden – und im Bereich Laserschweißen eines der weltweit führenden Institute. Sie unterhält Niederlassungen in Greifswald, Lubmin und Stralsund sowie internationale Aktivitäten in Riga (Lettland), Tallinn und Narva (Estland), Taschkent (Usbekistan), Astana (Kasachstan) sowie São Paulo und Curitiba (Brasilien).

Ihre Tochter, die Laser Welding Innovations GmbH, wurde am 1. Februar 2025 gegründet, um die Geschäftsbereiche der insolventen IMAWIS GmbH fortzuführen und die industriellen Fertigungskompetenzen der SLV M-V auszubauen. Innerhalb weniger Monate modernisierte die LWI ihre Fertigungsstrukturen und vervierfachte ihre Produktionskapazitäten. Mit der Integration weiterer qualifizierter Fachkräfte – unter anderem aus dem Umfeld der ehemaligen IMG – wurde das Portfolio um laserbasierte Fertigungsverfahren wie Paneelfertigung, Anlagenmodernisierung und robotergestützte Automationslösungen kontinuierlich erweitert.